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Reisebericht der Reise durch Australien vom 25.07.00 - 10.10.00 |
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Die gesamte Ostküste Australiens ist ein reines Paradies für Surf- und Tauchfreunde. Die "Gold Coast", 40 km Strand ist der Anfang eines Küstenabschnittes, bei dem man viel Durchhaltevermögen beweisen muss! Tagsüber surfen und abends feiern. Das fängt in Byron Bay an, dann kommt, wie gesagt, die "Gold Coast", zwischen dieser und der "Sunshine Coast" liegt Surfers Paradise, eine Hochburg des Surftourismus (wie der Name schon sagt). Zum Glück bin ich dem entgangen! Nördlich davon kommt dann Fraser Island, noch weiter im Norden fängt dann schon das Great Barrier Reef an, die ganzen berühmten Inselgruppen liegen dort dann auch. Die Whitsunday Islands, dort soll der schönste Strand der Welt sein, der Whiteheaven Beach, werden zum Beispiel von Airlie Beach angesegelt. Selbstverständlich nicht einfach so, sondern man nimmt dann an einer richtigen Extremtour teil, mehrere Tage im Pazifik auf einer Segelyacht. Nördlich von Airlie Beach liegt dann Townsville, von wo aus Magnetic Island angefahren wird. Alles, was ich von diesen Inseln gehört habe, war extrem positiv. Den nördlichsten Schlusspunkt setzt dann eigentlich Cairns. Tauchkurse sollte man in Cairns belegen. Doch dazu mehr hier. Oberhalb von Cairns liegt dann beispielsweise das Cape Tribulation, und das ist auch eigentlich das Ende der normalen Touri - Route, hängt vielleicht damit zusammen, daß der Bruce Highway dort dann auch aufhört.
Eine faszinierende Insel, 5 Stunden Busfahrt nördlich der Hauptstadt Queenslands und östlich des Örtchens Hervey Bay gelegen. Hervey Bay ist eine eher unschöne Stadt, wenn man Stadt sagen kann. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und wunderschön. Seit 1992 steht sie auf der World Heritage List. Das schließt aber nicht aus, daß man mit 4WD - Jeeps darauf entlang kurven darf, natürlich nur auf den vorgegeben Pisten. Die Insel ist so ca. 123 km lang und hat Sanddünen, die bis zu 244 m hoch sind. Die Bäume in den Regenwälder der Insel erreichen ein Höhe von bis zu 50 m. Es gibt keine Erde, die ganze Insel ist aus Sand. Ich habe eine drei Tage lange tour mitgemacht und mir wurde da viel erzählt über Geologie etc., die Entstehung der tollen Seen des Regenwaldes und der Dünen. Es lässt sich allerdings alles ganz kurz und knapp zusammenfassen: Mit den Komponenten Zeit und Wasser lässt sich einfach die ganze Welt erklären. So dann eben auch auf Fraser. Die Tour hieß "Wilderness Adventure" und es hat echt Spaß gemacht. Die Unterbringung war wirklich gut, wir bekamen sogar Handtücher! Sehr angenehm, denn man muss ja zusehen, daß man seine eigenen nach dem Duschen auch wieder trocken kriegt. Allerdings muss ich jetzt mal ein paar Worte verlieren zum Kingfisher Bay Resort. Das Kingfisher Bay Resort ist sehr sehr komfortabel. Für meine Verhältnisse mittlerweile zu komfortabel. Für einen Fußweg von vielleicht Sieben Minuten ist ein Shuttlebusverkehr eingerichtet worden. Teerstraßen sind durch die Siedlung gezogen worden. Wenn man also ankommt, spürt man nicht soo viel von Sand und daß Fraser die größte Sandinsel der Welt ist. Das ist wirklich schade, denn die Tour ist insgesamt sehr schön, doch dieser Massentourismus ist furchtbar, und im Resort merkt man das sehr stark. Trotzdem haben wir viel Spaß gehabt beim Karaokesingen in der Sandbar und es ist erneut eine Möglichkeit, viele neue und interessante Leute kennenzulernen. Ihr solltet Euch dennoch überlegen, die Insel auf eigene Faust zu erkunden, mit einem 4WD Jeep ist das bestimmt klasse. Man kann die für diesen speziellen Zweck mieten und auf diese Weise auch neue Leute kennenlernen. Ich habe mich mit vielen unterhalten, die das taten und absolut begeistert waren. Dann solltet Ihr Euch vorher aber über die Insel informieren, denn wenn man einen Guide hat, bekommt man natürlich viele Dinge erklärt und gezeigt, denen man vielleicht als Einzelreisender nicht Gewahr würde. Es gibt eine Menge Dinge, die man über Fraser wissen sollte!! Und es gibt Orte, die muss man einfach aufsuchen. Wie zum Beispiel die ganzen Seen, wie der "Basin Lake" oder der "Lake McKenzie". Man kann wunderbare Wanderungen machen auf dieser komischen Insel! Komisch, weil es einfach seltsam ist, durch den Regenwald zu wandern und plötzlich an einem See zu stehen, dessen Wasser "the most purest water of the world" enthält. Leider war es tierisch am Regnen, was den Aufenthalt am See als nicht so erholsam in Erinnerung bleiben ließ. Jedoch ist es wunderbar zum Lake Basin durch den Regenwald zu gehen, wenn es regnet. Man sieht, wie das Wasser auf den riesigen Blättern in Rinnsalen herunterläuft, es ist extrem laut am Pladdern... Ich fand´s klasse! Doch auch der Weg zum "Lake Wabby" war sehr schön. Dieser See ist der tiefste auf der Insel. Und hat wieder eine ganz andere Farbe als der Lake McKenzie, der wohl der bekannteste ist und absolut klares Wasser hat. Hier habe ich ein paar Bilder davon. Doch Fraser ist mehr als nur Seenlandschaft und Regenwald. Als endlos lang habe ich den "Seventy Five Mile Beach" in Erinnerung. Er ist zwar keine 75 Meilen lang, erweckt aber einen irrsinnig langen Eindruck. An der Ostküste erstreckt er sich vom Südzipfel der Insel bis zum "Cathedral Beach". Die Ostküste beeindruckt durch die Kurvenlosigkeit, es geht immer geradeaus. Der "Eli Creek" und das "Maheno Shipwreck" liegen ebenfalls an der Ostküste. Auch die "Pinnacles", eine farbige Sandformation liegt an der Ostküste. Am nördlichen Ende des Cathedral Beach befinden sich dann "Indian Head" und die "Champagne Pools". Als Captain Cook am Indian Head vorbeisegelte, sah er darauf Menschen, die Ureinwohner. Ureinwohner nannte er immer Indianer, also gab er der markanten Landzunge den Namen "Indian Head". Die Champagne Pools sind Wasserbassins nördlich des Indian Head, in die sich die Wellen hinein überschlagen. Dadurch entstehen Blasen, weswegen irgendein fantasievoller Mensch diesen Ort "Champagne Pools" nannte. Mir war es mal wieder zu kalt, um darin zu baden. Aber wir hatten ja Quotenbadende dabei, Briten, die einfach bei allen Wetterverhältnissen das Bedürfnis hatten, sich in das Nass zu stürzen. Selbst, wenn es regnete. Cool! Entlang dieses Seventy Five Mile Beach wurde mir mal wieder bewußt, daß unser Guide wirklich ein junger war, denn die Geschwindigkeit des Tourbusses kam mir doch sehr schnell vor, und das stimmte auch. Als ich dann die Gelegenheit bekam, Andrew zu fragen, wie schnell er denn so fuhr, bekam ich die Info, daß er immer so 40 oder schneller über die extremen "Bumpy - Pisten" Frasers dübelte. Diese Wege sind wirklich toll, es sind ja nur Sandpisten, und es ist natürlich nicht erlaubt, so schnell zu fahren, doch die wirklich sehr gute Federung des Busses erlaubte dies durchaus. Dummerweise saß ich oft am Fenster, was den großen Nachteil hatte, manchmal mit dem Kopf an die Scheibe geschleudert zu werden. Naja, ich hab´s überlebt! Einmal musste Andrew dann so richtig in die Eisen, als plötzlich ein Baum auf dem Weg lag... Da diese Pisten ungefähr die Breite eines Busses hatten, mussten entgegenkommende Jeeps immer in die dafür vorgesehenen Buchten zurücksetzen. Doch der Verkehr auf Fraser wäre ein Thema für sich. Fraser Island ist einer der vielen Orte, an denen die Wale vorbeischwimmen, wenn sie auf Reisen sind. Glücklicherweise waren wir zur richtigen Jahreszeit dort, so daß wir die Möglichkeit hatten welche zu sehen. Haben wir aber nicht. War ja klar. Ich hab auch nicht einen einzigen Hai gesehen! Naja, ich hätte ja an einer "Whalewatch - tour" teilnehmen können, die in jedem Ort entlang der Ostküste angeboten werden. Dafür habe ich Dingos gesehen, die einzigen Raubtiere Australiens. Es ist wahr, auch, wenn sie aussehen wie liebe Hunde, so sind sie doch Raubtiere. Das bestätigt vielleicht auch folgende Meldung von Anfang Mai diesen Jahres: ein Dingo tötete einen neunjährigen Jungen. Es leben noch ca. 200 wildlebende Wildhunde auf Fraser und nun denkt man erneut darüber nach, diese zu töten. Damals wurden Touristen aufgefordert, die Insel zu verlassen. Insgesamt lässt sich über Fraser Island sagen, daß es eine wunderschöne Insel ist, die trotz des Titels "größte Sandinsel der Welt" sehr viel Abwechslung bietet und man gewiss nicht nur Sand zu erwarten hat. Diese Insel ist wirklich eine Reise wert. Als ich mich mit Australiern unterhielt, bemerkte ich, daß die Mehrzahl schon mal dort war. Und die waren alle begeistert davon! Und es ist wohl auch so, daß an Wochenenden und in den Ferien immer richtig was los ist dort. Klar, denn die geografische Lage erlaubt es Leuten aus dem nördlichen QL sowie dem südlichen NSW eine Fahrt in die Ferien nach Fraser ohne dabei eine halbe Weltreise zu machen. |
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Hervey Bay Hervey Bay - wieder so einer der Orte die von dem leben, was rundherum so alles abgeht (siehe Airlie!)! Leider musste ich hier bustechnisch einen Tag ausharren... doch am Strand kann man es aushalten. Doch selbst dieser Strand spiegelt irgendwie das Stadtbild Herveys wieder: Ich habe einen Spaziergang gemacht, der über zwei Stunden währte und ich bemerkte, daß der Sand ungewöhnlich hart und kieselig ist... Doch auch an Hervey habe ich positive Erinnerungen. Es ist seltsam: selbst, wenn ich in einer wirklich häßlichen Ortschaft wie Hervey Bay war, so ist es mir nicht möglich, nur negative Erinnerungen zu speichern! Australien ist eben so. Das Positive war: Noch nie zuvor habe ich zwei Regenbögen auf einmal gesehen und auch Pelikane waren mir bisher nur in Filmen zu Gesicht gekommen. Die Unterkunft in Hervey war das "Beaches", es gibt noch so eins in Airlie Beach, ebenso wie das "Koalas". Verdienen wohl recht gut... War auch sehr voll. Zweimal schlief ich dort, vor und nach dem Fraser - Trip. Beim ersten Auschecken reservierte ich, doch als ich dann zurückkehrte, musste ich mit dem TV-room Vorlieb nehmen, denn irgendwie hatten die sich da wohl ein wenig verhaspelt. Naja, ich bekam dafür ein Jug Bier und musste lediglich 6 $ bezahlen. Und wer hat schon mal in einem Hostel genächtigt, in dem er für bloß 6 $ sogar einen Fernseher im Zimmer hatte?! Dummerweise waren da noch zwei EngländerINNEN (!!!) in dem Zimmer, die furchtbar schnarchten!!! Trotzdem werde ich Hervey hier nicht mit einem Foto beehren. Die gibt´s hier. |
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- das Tor zu den "Whitsunday Islands". Von hier aus werden Dutzende Segeltouren aufs Riff angeboten. Auch kann man hier eine Unmenge Tauchkurse belegen, was ich aber mehr nach Cairns verlagern würde, die Begründung steht dann dort unten. Airlie Beach ist, wie wohl die meisten dieser Touri - Orte nicht unbedingt eine Schönheit. Im Prinzip besteht Airlie lediglich aus einer Straße, die Ihr am zweiten Tag auswendig kennen werdet. Es befinden sich unglaublich viele Backpackerhostels in diesem Ort... Ich wohnte im "Club 13 Begley", ein Hostel, das etwas oberhalb des Ortes liegt. Man hat von den Dachterrassen einen wunderschönen Blick auf den Ort. Der Preis war OK, schließlich gab es Frühstück inklusive. Ein wirklich super Frühstück!!! Dafür waren dann die Zimmer ... naja, ein wenig ungepflegt. Aber wenn Ihr in Airlie angekommen seid, solltet Ihr Euch schon längst an Ameisen gewöhnt haben. Doch wirklich unangenehm waren die Betten, die hatten nämlich eine Federung! Doch ich schlafe lieber auf dem Fußboden als auf butterweichen "Matratzen". Also war eigentlich lediglich das Essen und der Blick gut. Aber ich gebe Euch einen Tipp: Wenn Ihr nach Airlie kommen solltet, dann bleibt nur für einen Tag, denn länger kann man es nicht aushalten. Ein Tag ist OK, dann ab zu den Whitsundays und nach der Rückkehr gleich weiter. Airlie Beach ist nicht wirklich ein Ort, an dem man etwas unternehmen kann. Es gibt auch keine Möglichkeiten, mal eine schöne Wanderung zu machen oder so. Und der Strand ist so groß wie mein Garten. Alles in Allem ist es aber ein schön kleiner und überschaubarer Ort. Aber mehr auch nicht! |
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Wohl jeder, der im Winter in Sydney ist, sehnt sich nach Cairns - Cairns, der Ort mit den richtig warmen Temperaturen... Jaja, das mag stimmen. Doch, es war wirklich wunderschönes Wetter in Cairns!!! Da konnte man auch mal die Sommerklotten rausholen! Mein Reiseplan sah eine Woche Aufenthalt vor, und diejenigen unter Euch, die schon mal da waren, wissen, daß man dann etwas unternehmen MUSS, denn einfach abhängen in Cairns ist ..., naja, langweilig halt. Cairns gehört nämlich auch zu den Städten, die vom Rundherum leben. Genau, wie die oben bereits beschriebenen Orte. Bevor ich mich dann also zum Outback - Trip zum Mount Mulligan entschied schaute ich mich ein wenig in Cairns um. Cairns liegt direkt an der Küste (deswegen stand es auch neulich unter Wasser). Der Stadt vorgelagert sind der Hafen und das große Aquarium. Zwischen coastline, an der man entlangwandern oder -joggen kann, und Esplanade, der Straße parallel zur Küste, liegt ein breiter Grünstreifen, auf dem sich viele Leute räkeln. Es weht immer ein angenehmer Wind vom Meer her, man kann es wirklich ein paar Stunden aushalten dort und lesen oder schreiben. Doch so richtig schön ist der Anblick des Meeres dort auch nicht gewesen, denn es existiert kein Strand in dem Sinne. Abends ist meistens in den Hostels Party, außerdem gibt es da in Cairns das "Woolshed", eine bekannte Disco oder sowas. Wer´s mag! Wohnen tat ich im "Calypso Inn", einem wirklich ordentlichen Hostel. Abends war deswegen etwas los, da das Calypso über eine licensed bar verfügt, wo es auch noch für 5 $ ein "all you can eat buffet" gab. Angenehm für mich als Kaffeesüchtigen war, daß es die Möglichkeit gab, sich für 50 Cent einen leckeren Instantkaffee zu brauen. Auch waren die Zimmer im Großen und Ganzen wirklich ordentlich. Was auch sehr gut war, war der Shuttlebusservice, den die Leute vom Calypso anboten, denn der Fußweg in die Stadt dauert schon so 20-25 Minuten. Dann darf man aber nicht klüngeln!!! Es gab dann also eine Art Busfahrplan und zu den angegeben Zeiten fuhr dann ein Van in die Stadt und wieder zurück. Ist doch ne wirklich gute Sache, oder? Hinter dem McDonalds an der Esplanade ist dann auch direkt ein BTC, in der Shields Street. Daneben ist ein cooler Didjeridooladen, der von einem Schweizer geführt wird. Ich konnte mich recht angenehm mit ihm unterhalten, durfte auch mal in ein 1800 § teures Didj blasen! Wie weiter oben bereits geschrieben empfehle ich für Cairns einen Tauchkurs, denn erstens mal werden die auch hier in Dutzenden angeboten und dann stellt sich ganz einfach die Frage: "was soll ich tun?" Nur im Hostelpool rumhängen ist ja auch albern. Also gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten. Ich entschied mich gegen den Tauchkurs, denn ich bin nicht so der Fischtyp. Also ging ich ins Outback. Doch vorher war ich noch am "Cape Tribulation". |
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Cape Tribulation "Where the rainforest meets the reef", so der Werbeslogan für dieses außergewöhnliche Kap. Hier ist es wirklich TUI - Prospektmäßig hammergeil. Der Strand wird Euch die Kieferlade hinunterklappen und die Gesamtatmosphäre Euch in Ehrfurcht erstarren lassen. Natürlich war ich mal wieder mit einer Reisegruppe dort, was aber völlig unnötig war. Also fahrt dort bitte alleine hin. Aber fahrt hin. Nur nicht mit "Jungle Tours". Man bezahlt einfach zu viel für kein Programm. Deswegen werde ich die "Jungle Tours" auch nicht weiter erwähnen, macht es einfach alleine. Das Cape Tribulation ist der Ort, an dem der Regenwald von QL mit dem Korallenriff aneinander stößt. Das bedeutet tatsächlich, daß man durch dichten Wald geht und plötzlich auf einem langen weißen Strand steht. Natürlich ist das Abenteuer Regenwald, das man vielleicht im Hinterkopf hat, extrem gebändigt worden. Doch das Regenwald-feeling existiert durchaus noch. Auch, wenn Fußwege auf Holzstelzen hindurchgezogen wurden. Auf dem Weg durch den Wald kann man mit ein wenig Geduld Schlangen und andere interessante Tierchen bewundern. Und sobald man dann auf den Strand tritt, wird man einfach umgehauen. Doch nicht nur bei Tag ist es fantastisch, ich setzte mich einmal in der Nacht unter eine Palme auf den Sand. Es war Vollmond und diese Stimmung habe ich vorher und auch seitdem noch nie wieder erlebt! Nachts ist dort Flut, d.h., daß das Wasser immer so nah kam, daß ich Bedenken hatte, über den Strand wieder zurückgehen zu können! Es war einfach unglaublich. Es ist wohl auch üblich, daß man da mal ein Feuerchen macht am Strand nachts. Als ein paar Franzosen das eines Nachts taten, war dies allerdings mehr Arbeit als Vergnügen, denn irgendwie war es sehr sehr windig und so... Aber ein wenig von der Lagerfeuerstimmung kam doch rüber. Sehr eindrücklich war auch die Schnorcheltour auf dem Riff. Die Leute, die uns vom Jungle Village auf den Jungle Diver abholten zum Schnorcheln, waren wirklich fast schon selber Fische! Selbstverständlich lebt man auf so einem Boot ohne Schuhe und ich hege den Verdacht, daß diese Skipper selber überhaupt keine Schuhe besaßen!!! Das Great Barrier Reef ist ja nun nicht so das Allerschönste, was man sich vorstellen kann, solange man nicht mal geschnorchelt hat. Es sieht eher aus wie Dreck, auf jeden Fall von oben. Finde ich zumindestens. Doch wenn Ihr einmal drüber hinweg geschnorchelt seid werdet Ihr plötzlich die unglaubliche Farbvielfalt und Schönheit des größten Korallenriffs der Welt erkennen. Und Schnorcheln kann jeder, der auch schwimmen kann. Ihr solltet also wirklich eine Schnorcheltour übers Riff machen, es ist wunderbar! Und die "Jungle Diver" Tour ist sehr zu empfehlen. Ich empfand den Tag als sehr angenehm. Man wird auch versorgt mit leckeren Früchten wie frischen Ananas und weiteren exotischen Dingen, von denen ich mir die Namen aber nicht merken kann. Und falls Ihr den Tauchkurs schon gemacht haben solltet, so könnt Ihr vom Jungle Diver aus auch tauchen. Der Vorteil des Unternehmens "Jungle Tours" war die Fahrt über den Daintree river, wo wir Krokodile sehen konnten, in großer und kleiner Ausführung. Aufgrund der Professionalität meiner Kamera konnte ich keine brauchbaren Bilder machen. Aber diese Tiere kann man eh nicht visuell festhalten. Die Ausstrahlung, die von diesen Flusskönigen ausgeht ist schon imposant. Sie gleiten durchs Wasser, ganz ohne Lärm... BUUH!!! Diese Flussfahrt findet während der Rückfahrt vom Cape statt, auf dem Hinweg ist ein Stop am Mossman Gorge geplant, man macht dann eine ca. 20-minütige Wanderung durch ein bisschen Regenwald. Sehr spannend! Doch wirklich interessant ist der Blick auf den Berg, wenn man dann auf der Weiterfahrt ist, die Oberfläche des Berges liegt da wie das Profil eines Gesichtes. Das sieht wirklich schön aus! Vor den Toren Cairns´ liegt das "Tjakupai Aboriginal Cultural Centre", wo man einen Film gezeigt bekommt und ein wenig Zeit hat, sich über die Kultur der Aborigines zu informieren. Ich nutzte die Zeit mal wieder für Didgeridoos und zum Ausbauen meiner Fähigkeiten auf diesem interessanten Instrument. Wieder in Cairns angekommen, meldete ich mich bei Fiona für den Trip zum Mt Mulligan.
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