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Reisebericht

der Reise durch Australien vom

25.07.00 - 10.10.00

NSW QL I / II NT SA I / II KI VIC ACT

South Australia I

 detaillierte Karte mit eingezeichneter Route

Coober Pedy

 Oodnadatta Track 

Flinders Ranges

 bis Adelaide 

Adelaide

Keith

Classic Coast

South Australia gibt es seit 1836. Der damalige britische Gouverneur, der in diesem Jahr das erste Mal hier landete, hieß Hindmarsh. SA ist der trockenste Staat Australiens, zugleich auch der am meisten urbanisierteste. Obwohl ich in SA das Schild sah: "Next public telephone: 195 km"!!! In SA gibt es auch den ersten Nudistenstrand des Landes, Maslin Beach südlich von Adelaide. Durch den ganzen Staat zieht sich der Heysen Trail, eine der längsten Wanderstrecken der Welt, 1200 km ist er lang. Benannt ist er nach einem deutschen Emigranten, Hans Heysen (1877 - 1968), der im Alter von sieben Jahren nach Australien kam und einer der bekanntesten Künstler wurde.

Doch wahrscheinlich ist SA eher durch seine Weinregionen zu internationaler Bekanntheit gekommen. Nordöstlich um Adelaide ist das Barossa Valley gelegen, der wohl bekannteste Weinberg des Staates.

Da nun SA wie gesagt auch der trockenste aller Staaten OZs ist, habe ich ihn auch so kennengelernt, auf dem Stuart Highway Richtung Coober Pedy (pop 3.000). Immer noch mit Wayward unterwegs, mussten wir an diesem Tag 800 km zurücklegen, von Yulara nach Coober Pedy. Dort kamen wir dann am frühen Abend an und merkten schon weit vor der Stadt, daß dies eine sehr häßliche sein muss. In einem großen Umkreis um die Stadt findet man die Opalfelder, wo 1915 der Opalrausch begonnen hat. Heute werden in dieser unfreundlichen Gegend Filme gedreht, z.B. "Mad Max III" und "Siam Sunset". Auch heute gibt es immer noch Leute, die ihr Glück versuchen in einem Loch der Erde zu finden, auf der Suche nach einem Opal. Opale sind Mineralien, die vor allem als "Edel - Opale" begehrt sind, da sie durch ihre buntschillernden Flecken besondere Schönheit erlangen; diese Flecken entstehen durch gebrochenes Licht. Aufgrund der seltenen Funde dieser wirklich schönen Exemplare sind diese dann auch sehr sehr teuer.

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Opalldigging - eine Tätigkeit, die sich unter der Erde abspielt. In solchen Hählen wird gesprengt und gebohrt, was das Zeug hält. Aufgrund der steinigen Substanz ist die Einsturzgefahr sehr gering, deswegen ist es auch möglich, solche Höhlen dann zu Wohnungen auszubauen. Der Schutt, der beim Bohren und Graben anfällt, wird nach oben befördert und in die entstandenen Hügel baut man dann Wohnungen, die sogenannten "underground homes". Diese bieten auch eine exzellente Wärmeisolierung, bei Temperaturne bis zu 50°C ist dies auch notwendig! Die Winternächte sind "bloody freezy" und so kommen die wohltemperierten "Höhlen" gerade recht. Es herrscht immer die gleiche Temperatur in ihnen.

In Coober Pedy ist alles "underground"! Es gibt eine "underground church", ein "underground museum", einen "underground bookstore"... In dieser Stadt sind ca. 40 Nationalitäten vertreten, 3000 Einwohner verteilen sich zu etwas über 70% unter die Erde! Man kann in der näheren Umgebung in etwa 250.000 Löcher fallen: 'Coober Pedy' ist aboriginal und bedeutet 'white fellow´s hole in the ground' (Loch des Weißen im Boden). Diese Stadt gehört zu den häßlichsten und staubigsten, die ich je sah, und doch war sie sehr eindrücklich und es hat Spaß gemacht, dort einen Tag zu verbringen. Auf der Stadtrundfahrt kamen wir am durch Zäune geschützten Wasserreservoir vorbei, große Schilder warnten vor allem Möglichen. Wasser ist sehr rar und teuer hier, Regen fällt so ein- bis zweimal im Jahr. Dafür mal Schutt vom Himmel, wenn die Polizeistation wieder in die Luft fliegt, seit 1987 ist dies zweimal geschehen. 

Die Weiterfahrt brachte uns dann zunächst zum "Dog Fence", einem 9.600 km langen, sich quer durch Australien schlängelndem Zaun, der zur Trennung von Schafen (Süden) und Dingos (Norden) gebaut wurde.

Dog Fence, 9.600 km

Auf obiger Karte sind dann auch gleich die anderen beiden Extremzäune eingezeichnet, die "Rabbit Proof Fences", beide in WA, gebaut zur Zeit der Kaninchenplage.

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Bevor in Wiliam Creek ankamen, wurde mir wieder einmal klar, wie wunderbar ich dieses Land finde. Diese unendlichen Weiten, wüstenähnliche Landschaften, kaum Verkehr, mal kommt ein Schild vorbeigerauscht, eineWarnung vor Kamelen... Uns ist dann auch tatsächlich irgendwo in SA ein Dromedar vor dem Bus hergelaufen. Das ist echt witzig, ein wildes Kamel stolpert durch die Steppe Australiens! Natürlich besteht die Tierwelt auch aus furchtbar vielen Fliegen und einer Vielzahl Lizards, zum Beispiel der "Bearded Dragon", dessen Körper von einem stacheligen Kranz umgeben wird, mit dessen Hilfe er sich gegen das Gefressen werden schützt. Ein anderer Lizard, den wir trafen, war der "Sleepy Lizard", dessen Schwanz eine nicht zu leugnende Ähnlichkeit mit dem Kopf hat. Bei einem Angriff krümmt sich der Sleeper zu einem "U" und so weiß der Angreifer nicht, welche Seite des Opfers der Kopf ist und welche der Schwanz. Normalerweise ist ja die Botanik eher flach im Norden SAs, doch vor William Creek noch konnte ich einen wunderschönen Baum fotografieren, das ist dann die Abwechslung, die mich ebenfalls so fasziniert hat. Es war ein Gum Tree.

 

Am frühen Abend dann trafen wir in William Creek (pop 10) am Oodnadatta Track ein. Eigentlich ist William Creek nur ein Pub, jedoch ein wunderschöner und uriger. Wenn man durch die niedrige Eingangstür getreten ist, fallen einem sofort die Karten, Pässe, Führerscheine, Schülerausweise etc. auf, die Durchreisende hier an die Wand pinnten. Es ist schon sonderbar, mitten im Outback plötzlich einen westfälischen Studentenausweis zu sehen! Da geben Leute sogar ihren Führerschein ab und hängen ihn dort hin! Auf der anderen Straßenseite kann man sich im Outdoormuseum vor einem Entfernungsschild ablichten lassen, und noch ein bißchen weiter gelangt man dann in den "General Store", ...naja. Und obwohl William Creek so klein ist, kann man doch alles tun hier: tanken, essen und trinken, übernachten, und Touren buchen. Und zwar zwei verschiedene Arten von Tour: einmal werden Kameltouren über irgendwelche staubigen Pisten angeboten und dann kann man von hier schon Flüge über den Lake Eyre buchen, den berühmten Salzsee. Sehr schön in diesem Örtchen ist auch sein öffentliches Örtchen. Das ist deswegen etwas Besonderes, da es noch gar nicht so lange existiert, zur Erinnerung an die Einweihung steht eine "Gedenktafel" davor. William Creek hat ja nicht soo viel Geld, also musste der Staat helfen. Staatliche Toiletten also, die Bruce, ein Wayward - guy platt "shithole" nannte.

William Creek war dann auch das Tor zum Oodnadatta Track. Dieser eröffnete sich uns als ziemlich brutal, denn kurz, nachdem wir auf ihn eingebogen waren, machten wir Halt an einem Baum, ein Gum - Tree, in dem lauter große tote Katzen hingen. Ein makaberes Bild, und trotzdem war ich davon begeistert! Diese Katzen hingen hier eigentlich nur aus Spaß, es gab zuviele von ihnen und wenn sie irgendjemandem zur Last fielen, wurden sie abgeschossen. Aus purem Spass an der Freud wurden sie dann hierhin gehängt. Die Touristen werden sich bestimmt dran erfreuen!

(Schlecht für den Hai.)

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Die Wüste lebt?!?

Es sollte einer der schönsten Abende werden, die ich je erlebt hatte. Bin ja auch noch nicht so alt! Zuerst sammelten wir 4 Sleepers ein, die entlang des Tracks lagen. Sleepers sind die Querbalken, die unter Schienensträngen liegen, und da die Bahnverbindung von Alice nach Adelaide vor Jahren erneuert wurde, konnten wir uns so Feuerholz holen. Irgendwann hinter William Creek bog Rob dann rechts in die Wallachei ab und wir hielten Ausschau nach einem schönen Plätzchen. Mit den Pappen, in welche unser Bier verpackt war, entzündeten wir als erstes mal ein Feuerchen. Gekocht wurde auf dem Feuer; aber da wir einen Gasbrenner dabei hatten, konnten wir sogar leckeres BBQ machen! Rob backte uns ein wohlschmeckendes Brot, genannt "Damper", ich habe es aufgrund der Zutaten lieber Bierbrot getauft. Sah schon klasse aus, die ganzen Eskis in der Wüste! Eskis sind die Kühltruhen, die wir dabei hatten. Sie waren beschriftet mit "Vegies", "Milk" and "Beer", welches mein Libelingseski war! Während die anderen halfen, Gemüse und Pasta zuzubereiten, buddelte ich ein Loch in der Nähe des Feuers, füllte den Grund mit Glut aus und stellte dann den Topf mit dem Brotlaib hinein. William hatte leichtes Spiel mit den Sleepers, da sie schon wer weiß wie lange in der Wüste herumlagen; sie waren furztrocken und er konnte sie leicht mit der Axt zerstückeln.

Die Nacht wollten wir eigentlich ohne Zelt verbringen, doch nachdem ich so 10 Minuten im Regengelegen hatte, beschlossen wir, die Zelte schnell aufzuschlagen. Weitere zehn Minuten später standen sie und weitere zehn Minuten später hörte es auf zu regnen... Sonst regnet es vielleicht mal ein oder zwei Tag im Jahr! Es war dennoch fantastisch, auch der nächste Morgen, Sonnenaufgang in der Wüste! Es ist einfach fantastisch, wenn man bis zum Horizont hinunterschauen kann! Nicht nur nachts, wenn man die Sterne in ihrer vollen Pracht bestaunen kann, sondern auch morgens, wenn die Sonne von ganz weit unten emporsteigt!

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An diesem Tag würden wir eine Wanderung über den Lake Eyre South machen, 12 m below sea level. Ein Salzsee, er hat seit Beginn des europäischen Zeitalters in OZ erst dreimal mit Wasser vollgestanden, das letzte Mal 1989. Man kann auf der salzigen Oberfläche herumspazieren, sollte aber aufpassen, daß man nicht zu lange an einer Stelle stehenbleibt, es könnte sein, daß man einsackt. Wenn man sich also auf das "Skigebiet" wagen sollte, kommt man nicht umhin, einmal auf tote Insekten getreten zu haben, es liegen hunderte am Rand herum, Russel und ich bewarfen uns sogar mit einer toten Maus. Der Bus war nach dieser Wanderung total verdreckt, denn wir alle hatten Matschklumpen unter den Schuhen!

Als nächstes standen dann die "Aboriginal Ochre Pits" auf dem Programm, ganz platt gesagt sind das Hügel aus farbigem Gestein. Die Ureinwohner dieser Gegend kamen hierher und holten sich entsprechend große Klumpen des weißen, roten oder gelben, weichen Gesteins um diese für ihre traditionelle Bemalung zu verwenden. Das war schon wieder so ein seltsamer Stop: Man kurvt durch total unschöne Gegenden, und plötzlich hält man an einem Ort, der von Natur aus ganz bunt ist! Bei diesen Pits trafen wir auf einen alten Deutschen, der seit 1951 hier in der Gegend lebte. Man hörte sehr deutlich, daß dies ein Deutscher sein musste, er hatte seinen Berliner Akzent immer gut gepflegt! Und er redete irgendwie nur Müll.... 

Schon vorher kamen wir an etwas vorbei, was auch schon sehr kontrastreich und komisch war: ein Künstler hatte zwei Flugzeuge an den Tragflächen aneinander geschweißt und diese dann mit den Heckrudern im Erdboden vergraben. Um den Phantasien dann jegliche Grenze zu nehmen fuhren wir von den Ochre Pits zu Alf weiter. 

Wüstenkunst    Alf´s Uni

Alf ist ein nach Australien emigrierter Holländer, der nun dort unten in der Wüste eine Universität aufgemacht hat. Er ist der Meinung, daß er der einzige Mensch auf der Welt ist, der diese versteht. Noch nie habe ich einen Menschen gesehen, der mir auf seine komische Art und Weise genauso komisch im Gedächtnis geblieben ist, ich könnte hier jetzt Beispiele nennen, aber das würde zu weit führen, der Typ war einfach der Hammer!!! Er hatte bestimmte Worte, die er erläuterte und somit die Entwicklung der Sprache darstellte. Doch das ist seine Sache, ich werd´ das hier jetzt nicht wiederholen. Man muss den erlebt haben! Unglaublich war auch dessen Waschmaschine: eine alte Maschine trieb er mit Windkraft und einem Fahrrad an. "Republic.University.of.common.wealth.sense."...

Irgendwo hier in der Wüste liegt auch das lustige Örtchen Quandong. Quandong ist einer der Orte, die aus lediglich einer Straße bestehen. In Quandong wächst Quandong, eine beerenartige Frucht in der Größe einer Stachelbeere. Schmecken tut Quandong allerdings ausschließlich nach Quandong. Aus Quandong kann man wohl so ziemlich alles herstellen. Im Zentrum Quandongs gibt es das Quandong - Cafe, wo man das alles testen kann, Quandongkuchen, Brot mit Quandongmarmelade... Nun ist es aber nicht so, daß es in Quandong nur Quandong gibt, nein, es gibt dort auch Menschen. Zum Beispiel begeneten wir einem scheintoten alten Iren, der sich tierisch darüber freute, unsere Mitreisende Deirdre, nämlich eine Irin, zu treffen. Er hatte irgendwelche Probleme mit seinen Zähnen, irgendwie war das Gebiss wohl eine Nummer zu groß für ihn und außerdem schien der gute Mann keine Haftcreme zu besitzen. Irgendwie Quandong halt. 

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Die nächste Nacht würden wir in Angorichina verbringen, einem Ort, der keiner ist, sondern nur ein Hostel. Angorichina liegt in den "Flinders Ranges" und von dort kann man wunderbare Wanderungen unternehmen. Abends machten wir Känguruh - BBQ, Rob erkor mich zum Grillmeister aus, ich sollte die Würste wenden, ich käme ja aus Deutschland! Überhaupt hatte ich schon längere Tage den Spitznamen "hungry Martin", weil ich immer eine dreiviertelstunde vorm lunch anmeldete, daß ich Hunger habe. Nach dem Essen saßen wir noch im Hostel vorm Ofen zusammen und spielten irgendwelche komischen Spiele, als plötzlich das Licht ausging: es war 11.30pm, undder Besitzer dieses Hostels hatte beschlossen, daß der Generator heute mal eine halbe Stunde eher ausgeschaltet würde. Genauso, wie er am nächsten Morgen wieder eine halbe Stunde auf sich warten ließ. No worries! An diesem Morgen besichtigten wir das Klassenzimmer der kleinen Tochter, die von der "School of the Air" unterrichtet wurde. Diese hat dort ihre Basis in Port Augusta. Mehr dazu hier. Wirklich interessant, die Kinder stehen immer mal wieder auf und rennen aus dem Unterrichts(Funk)raum, aber kriegen doch alles vom Unterricht mit. Faszination Schule! Wenn ich damals rausgerannt bin, habe ich ´nen Rüffel bekommen! Doch ist diese Schule natürlich kein Urlaub, es gibt einen Stundenplan etc. und die Kinder lernen ja auch was. Es ist eine richtige Schule, und das Kindchen ging am Ende rum und sammelte Geld, natürlich machte sie reiche Beute!

Auf der Weiterfahrt sahen wir ungefähr ? wildlebende Emus, die dauernd verschüchtert wegrannten, als William sie fotografieren wollte. Känguruhs hatten wir schon auf dem Weg nach Angorichina gesichtet, und diesen Abend würde das noch mehr werden. Wir fuhren nämlich zum Wilpena Pound, wo wir nochmal richig wandern können würden. Doch vorher hielt Rob noch einmal an, er musste uns das tolle Käguruhwarnschild zeigen, das er mit Tape umgewandelt hatte, jetzt zeigte es ein Känguruh, skifahrend. Rob freute sich tierisch darüber, auf seine stille Art, er war immer am Kichern...

Wir bekamen bei den Blinman Pools die Möglichkeit, uns einen Überblick über den gesamten Wilpena Pound zu verschaffen, denn dort irgendwo steht ein Oberflächenabguss dieses Landstriches. Der höchste Berg am Wilpena Pound, einer kranzförmigen Gebirgskette in den Flinders Ranges, ist der Mt Mary, er ist 1.177 m hoch. Doch wir kletterten auf den daneben, dessen Namen habe ich nicht im Kopf. Es war ein wunderschöner Aufstieg, durch lauter Botanik... Und wenn man ein bißchen die Augen offen hielt, konnte man auf von der Sonne erwärmten Steinen Ghekkos und auch größere Lizards sehen. Allerdings waren sie immer noch zu klein, ich konnte mit meiner komischen Kamera kein ordentliches Bild machen. Von oben hat man dann eine extrem wunderbare Sicht, eine der besten, die man in SA haben kann.

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Man sollte diese Wanderungen (der Heysen Trail ist von hier zugänglich!) vom Wilpena Pound Resort aus niemals ohne Wasser, ohne genügend Wasser antreten. Ebenso wird davon abgeraten, alleine zu wandern, also bleibt irgendwie in der Gruppe. Macht ja auch nichts. Der Anstieg ist wirklich anstrengend! Und wir haben nicht mal den St Marys Peak erklommen, das ist wohl die schwierigste Route.

Als ich auf dem Abstieg war, liefen mir mehrere Känguruhs über den Weg, hauptsächlich sind es hier Euros. Nicht unsere neue Währung, sondern Bergkänguruhs! Auch Rote und Graue Känguruhs gibt´s hier, sogar Wallabies etc. Die Tierwelt ist hier wieder in Ordnung seit man die Kaninchenbestände ein wenig unter Kontrolle hat.

Wasser würden wir noch genug bekommen, denn in dieser Nacht fing es an zu gießen wie aus Kübeln. Gab einen irrsinnigen Lärm im Zelt! Dummerweise holte irgendwann, als Russel den Regen vernahm, er seine stinkenden Schuhe rein... Das war echt abartig, abgesehen davon, daß die jetzt wirklich schon richtig durchnässt waren! Am nächsten Morgen, als wir (immer noch im Regen) die Zelte abgebaut hatten, stellte unser Guide Rob diese stinkenden Treter dann direkt unter die tropfende Regenrinne des Daches, unter dem wir unser Frühstück verzehrten, ich hatte meinen Spaß, doch Russel fand das nicht soo witzig... Super war die Nacht echt nicht wirklich gewesen, denn als es noch nicht am Regnen war, war es keinesfalls ruhig: aus dem holländischen Nachbarzelt vernahm ich das Stöhnen zweier kopulierender Menschen. Ich drehte dann meine Didg - Mucke so richtig auf, glücklicherweise hatte ich einen Discman mit! Wenn man schon sein Zelt 20 cm neben einem anderen aufschlagen muss, obwohl der danze Platz frei war, kann man sich ja weingstens nen Socken beim Sex ins Maul stopfen. Aber ich hab ja nichts dagegen, wenn zwei Menschen Spass haben!!! Naaain!!! Bei mir kann jeder machen, was er will.

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Nun brach schon der letzte Tag dieser wunderbaren "Face the Outback" - Tour an! Und diesen Tag würden wir komplett im Regen verbringen. Es hatte ja bereits in der Nacht angefangen und das sollte sich auch so schnell nicht ändern. Also habe ich die letzte Wanderung mit Wayward auch ziemlich nass in Erinnerung! Nachdem wir durch Schwarzwaldähnliches Gebiet gekurvt waren kamen wir zu einer Aboriginekulturstätte, die man bewandern kann und sich dann die wirklich schönen alten Wandmalereien anschauen kann. Leider war es am Pladdern. Der nächste Stop, Quorn (pop 1.000), gab uns dann die Möglichkeit, uns bei einer heißen Schokolade wieder aufzuwärmen. Beim Besuch des "friendliest supermarket in town" (and onliest...) kamen wir an zwei warmen Mützen vorbei, die Russel und ich aufsetzten und spontan kauften. Es sollte mal wieder eine sinnvolle Investition gewesen sein, denn in Victoria würde ich sie noch des öfteren wirklich gebrauchen!

Da die Weiterfahrt uns durch das Clare Valley bringen würde, bot es sich an, eine Weinprobe mitzumachen. Clare (pop 2.600) liegt 135 km nördlich von Adelaide und stellt den Anfang derWeinanbaugebiete dar. Hmm, wie lecker! Am Besten empfand ich den Port. Weiter südlich gelangt man dann ins Barossa Valley, der größten Weingegend SAs. Obwohl, oder weil? es der letzte Tag war, war super Stimmung im Bus, Rob hatte eine Nirvana - Cassette eingelegt und dann ging´s auf nach Adelaide!

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