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Work&Travel

Infos zum Rucksackreisen und Arbeiten in Australien

G´day! 

Für diejenigen unter Euch, die Interesse an einer Reise nach Australien haben, habe ich hier mal aufgeschrieben, was man alles so beachten muß. Dazu gehören viele Dinge, zum Beispiel der Inhalt des Rucksacks usw. 

Etwas persönliches vorneweg: falls Ihr tatsächlich überlegen solltet, ob Ihr das mit der Sprache hinbekommt, so kann ich Euch trösten, und zwar mit meinen Zeugnisnoten der Oberstufe. In der 12/1 hatte ich ganze 3 Punkte, in der 12/2 dann sogar 5, doch in der 13/1 volle 2! In der 13/2 habe ich dann besser gar nicht mehr teilgenommen. In Australien hat mir dann nach einer kurzen Zeit jeder gesagt, daß ich gutes Englisch spräche. Man kann das natürlich relativieren, aber ich habe mich wunderbar unterhalten können! Ganz bestimmt bin ich nicht 100%ig stolz auf meine Noten, es soll bloß der Hinweis sein, daß Ihr es bestimmt schafft! 

Bei weiteren Fragen fragt einfach nach, ich beantworte Euch gerne alles, sofern es mir möglich ist.

 

WORKING-HOLIDAY-VISUM

 

Wenn man nach Australien einreisen möchte, braucht man unbedingt ein Visum, normalerweise wird dies wohl das normale Touristenvisum sein, es gilt maximal sehs Monate. Doch nun zum WHV.

Im Sommer letzten Jahres war es erstmals für deutsche Jugendliche möglich, ein "Working-holiday Visum" zu beantragen. Dieses Visum  ist zugleich auch eine Arbeitserlaubnis für Ausländer in Australien. Man kann es nur einmal im Leben beantragen, dafür gilt für 12 Monate und ist genauso teuer, wie alle anderen Australien-Visa auch (185,-DM). Alle weiteren Infos dazu bekommt, Ihr, wenn Ihr interessiert seid, bei STEP IN, einer Organisation, die Auslandsreisen für Jugendliche organisieren. Ich bin auch mit denen gereist, die sind gut und sehr kompetent, könnt Ihr auch machen. Man meldet sich online an und dann geht alles seinen Weg. Kost´ natürlich Geld. Hat aber viele Vorteile. Die findet Ihr natürlich alle auf deren Homepage, deswegen schreibe ich es nicht nochmal hier. Nur ganz kurz etwas zur australischen Partnerorganisation IEP und Work&Travel im Allgemeinen.

Leider konnte ich aus vielen Gründen und Blödheit nicht die vollen 12 Monate ausschöpfen und bin nur 10 Wochen unten gewesen. Und ich muß euch sagen: Nicht einmal 12 oder 24 Wochen würden meiner Meinung nach ausreichen, um Australien wirklich kennenzulernen! Nehmt Euch ein Jahr Auszeit von Eurem Leben und Eurer stinkenden Heimatstadt!!! Die Chance, 12 Monate nicht am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilzunehmen, bekommt Ihr so schnell nicht wieder. Während des Studiums ist keine Zeit, lange zu verreisen. Also tut es vorher, mit 20 oder so seid Ihr in der Blüte Eures Lebens, das müsst Ihr ausnutzen! Keine Ausreden... Kratzt alles Geld zusammen, dann runter, (Flüge gibts schon ab Tausend Euros) und los gehts. Der Vorteil nämlich bei einem Working-holiday Visum ist, das Ihr dann dort ja arbeiten könnt. Und zwar ganz offiziell mit Steuernummer. Dann sucht Ihr Euch nen Job als Mandarinenpflücker oder so, verdient nen bißchen was und könnt so Eure Reisekasse wieder aufbessern. Man trifft ohne Ende Leute, wenn man nur will, hat jede Menge Spaß... Wenn dann genug Geld da ist, macht Ihr ne Tour zum Uluru oder was weiß ich wohin, oder reist einfach mal weiter, arbeitet wieder... Hört sich zu einfach an? Ist auch einfach. Surreal, aber es stimmt.

Natürlich kriegt Ihr nicht die Jobs nachgeschmissen. Ihr werdet auch nicht reich. Aber es reicht zum Leben. Und genug Geld solltet oder müsst Ihr ohnehin dabei haben, sonst kommt Ihr gar nicht rein. Eine der Auflagen zum Visum ist, daß Ihr einen bestimmten Betrag nachweist, der lag damals bei 6500,- DM, ist aber gekürzt worden. Ist aber noch ne Menge. Und Ihr solltet das auch haben, sonst habt Ihr keinen Spaß da. Denn man möchte ja auch was vom Land sehen, und nicht nur Früchte, die man aufhebt. 

Ganz wichtig beim Visumsantrag ist noch das Gesundheitszeugnis! Auch mehr dazu unten.

 

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BACKPACK

zum Inhalt des Sackes

 

Müsst Ihr überhaupt einen Rucksack mitnehmen? Grundsätzlich ja. Jedoch: Kommt darauf an, was Ihr in OZ so alles vorhabt. Wenn Ihr schon eine Stelle unten habt, in einer Firma oder ähnliches, dann reicht natürlich auch ein Koffer. Ich flog damals in einer Gruppe und eine der Mitreisenden hatte bereits eine kleine Wohnung für drei Monate in Sydney. Sie wusste schon, was mit Ihr in OZ geschehen würde, sie hatte schon einen Job. Wenn Ihr aber solche Dinge wie fruitpicking oder sowas macht, dann ist es viel sinnvoller einen großen Rucksack, einen Backpack, mitzunehmen. Der rote auf dem Bild oben ist meiner. Über 70 Liter passen rein. Hört sich viel an? Ihr dürft höchstens 20 kg mit Euch herumschleppen, denn Fluggesellschaften nehmen keine Gepäckstücke mit, die schwerer sind. (Ganz grob gesagt.) 20kg sind sehr viel. Gewicht, aber nicht Teile. Beim Abflug kommt es Euch noch schwerer vor, weil Ihr das nicht gewohnt seid, je länger Ihr aber da seid, desto schwerer wird der Sack ohne, daß Ihr das merkt!!! Als die Qantasdame meinen Backpack beim Rückflug wog, staunte ich nicht schlecht, daß der so schwer sein sollte! Schwere Sachen sind nicht unbedingt Kleidungsstücke, sondern Papier und stuff. Ich hatte sehr viele Fotos schon entwickeln lassen und auch viele Prospekte etc. mitgenommen, Papier ist wirklich schwer. Auch alle Arten von Souvenirs sind Ballast, aber gehören eben darein. Ich habe das dann so gemacht, daß ich im letzten Hostel einfach T-shirts, die nicht besonders wertvoll waren, weggeschmissen habe oder liegengelassen. In Adelaide habe ich der Wohlfahrt gespendet.

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Inhalt des Sackes

Kleidung

Schuhe

Dinge

Was nimmt man mit nach Australien? Ein Land, das man nicht kennt, man weiß nicht um die klimatischen Verhältnisse Bescheid, und dann ist man kleidungsmäßig auch noch sehr stark eingeschränkt... ...aus Platzgründen...

Kleidung

Grundsätzliche Empfehlung vorneweg: Nehmt lieber weniger Kleidung mit und kauft Euch dort was, denn das Wetter und die Temperaturen sind krass verschieden und man weiß ja nicht, wohin man reist. Kleidung dort kostet soviel wie hier, mein erster Einkauf war nach dem Kaffee ein Pullover!

Schuhe sind ein Extrathema. 

Die erste Frage lautet: Zu welcher Jahreszeit fliege ich? Australischer Winter ist nicht zu vergleichen mit deutschem Sommer, so, wie man das vermuten könnte! Australien liegt nicht unbedingt näher am Äquator als Deutschland. Dafür ist es aber groß, also hat es auch verschiedene Klimazonen. Es lässt sich teilen in zwei (+ südliches Tasmanien: drei) Klima- und drei Zeitzonen; in Sydney herrschen komplett andere klimatische Verhältnisse als in Cairns. Der australische Winter in Sydney hat wiederum mehrere Gesichter. Generell läuft man dann nicht unbedingt unbedingt in kurzer Hose rum. Tagsüber, wenn die Sonne scheint, ist es schön warm, man kann ohne Jacke etc. leben. Doch im Hafen weht ein kühler Wind. Und abends muss man sehr sehr stark sein um in kurzer Hose zu überleben. Für die südlichen Gefilde ist im Winter also warme Kleidung zu empfehlen. (Das gilt auch für Adelaide etc. )

Die normale Touri - Route führt von Sydney erstmal hoch Richtung Byron Bay (Karte!), diese Distanz beträgt schonmal ca. 800km. Also ist das Wetter in Byron Bay schon mal ganz anders. Der Küstenabschnitt "Surfers Paradise" liegt auch dort. Doch im Winter gilt das Gleiche: Tagsüber schön warm, abends wird´s kalt. Also empfehle ich hier mal beides. Auf meiner Reise hat mich eine sogenannte "Zipphose" begleitet, eine Hose, bei der man die Hosenbeine per Reißverschluß abtrennen kann. Das ist sehr sehr praktisch, auch wenn man sofort als Reisender erkannt wird. Nach drei Monaten wollte ich auch endlich mal wieder ne schlichte Jeans anziehen (hatte ich nicht mit: schwerer Stoff!), aber eine kurze und eine lange Hose auf einmal anzuziehen, ist schon ziemlich praktisch.

Sprung nach Cairns: Dort ist es schon recht tropisch, ich war im August dort. Man kann es sowohl tagsüber als auch abends in sommerlicher Kleidung aushalten Für den Nordosten sind also leichte Sachen angebracht.

Im Outback ist das auch alles wieder anders. Tagsüber heiß, doch nachts kühlt es sich stark ab. Zipphose?

 

Abschließend zur Kleidung: nochmal der Hinweis: Nehmt nicht zu viel mit, sondern kauft Euch unten etwas, wenn Ihr einen Plan habt, wohin Ihr in Australien gehen wollt! Ein schöner warmer Pulli schadet garantiert nie, eine kurze Hose auch nicht. Aber übertreibt es nicht. Für Surfer an der Gold Coast oder was weiß ich wo ist es sicher schwachsinnig, Winterklotten mitzunehmen...

Intelligent finde ich nicht besonders schöne T-shirts, denn die kann man wegtun. Sauber werden die dort unten eh nicht, denn die Aussies waschen kalt. Also gehen richtige Flecken oder Ränder nur sehr schwer raus. Nur, wenn man mit "Rei in der Tube" ......

Verdammt wichtig ist ein Hut!!!

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Schuhe

 

 

Was wollt Ihr? muss ich Euch wieder fragen, denn auch hier gibt es keine Pauschalantwort. Seid Ihr Wanderfreaks? Dann müsst Ihr zwangsweise Wanderschuhe mitnehmen. Hatte ich auch mit. Die sind aber sehr heiß... also auch ein paar leichtere Schuhe. Und das sollte es auch schon gewesen sein, denn mehr geht einfach nicht. Ich habe mir in Adelaide australische Stiefel gekauft und meine alten gespendet. Die Australier haben da diese typischen Stiefel, ohne Schnürbänder, einfach zum Anziehen, halbhoch und nicht im Cowboystil. Ich finde sie sehr bequem, nie hatte ich bessere Schuhe! Man kann auch wunderbar darin laufen.

In jedem Fall sollte man nur Schuhe mitnehmen, in denen man auch längere Strecken laufen kann, denn man hat ja auch (normalerweise) kein Auto, um beispielsweise nur einkaufen zu gehen. Und bei Erntearbeiten ist es besonders wichtig! Abgesehen davon ist Australien nun mal groß.

Ob Ihr Duschlatschen mitnehmen wollt, müsst Ihr selber wissen. In den Hostels duschen was weiß ich wieviele Leute in der gleichen Duschkabine und nicht jeder wird supergesunde Füße haben. Deswegen sind die Dinger eigentlich recht praktisch. Auch, um zum Strand zu gehen, wenn ihr das nicht barfuß erledigen wollt. Ist also eine gute Sache. Für absolut albern halte ich jegliche Form von Ausgehschuhen mit Absätzen oder so. Die sind nur Ballast. - Es sei denn:

Falls Ihr Vorstellungsgespräche haben solltet, sollten die Treter dann aber doch ordentlich aussehen. Allerdings glaube ich, daß Ihr erstmal reisen werdet und Jobs, bei denen man sich vorstellt, treten dann später auf den Plan. Dann sollte man ja auch ein ordentliches Hemd haben und das wird man sicherlich auch nicht die ganze Zeit mit sich herumschleppen. Solche Jobs wären dann Kellner- oder Bedienjobs.

 

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Dinge

 

´ne mail an den Mokel

 

Die Sonne in Australien brennt stark (das ist wirklich im stärksten Sinne des Wortes gemeint: Kaum Ozonschicht über OZ!!!) und ich wette mit Euch, daß Ihr irgendwann mal einen wunderschönen Sonnenbrand bekommen werdet. Deswegen also ein Hut und auch Sonnencreme mit einem nicht zu geringen Lichtschutzfaktor. Und natürlich eine Sonnenbrille

Auch halte ich einen guten Fotoapparat für wichtig, ruhig einen etwas besseren, denn man bereut es evtl. später. So wie ich. Auch hatte ich ein Fernglas mit, habe es aber fast nie benutzt. Des weiteren einen Discman!  Unbedingt mitnehmen solltet Ihr eine gute Taschenlampe, denn wenn man zeltet, ist es sehr sehr dunkel und im Outback ist es ebenfalls duster. Keine Lichter, die von einer Stadt herüberscheinen... Und ein gutes Taschenmesser. Zum Brotschneiden und überhaupt. Darf aber nicht ins Handgepäck beim Flug! Nehmt auch ein paar Fotos von der Familie mit oder dem Freund/der Freundin, Gastfamilien sind durchaus interessiert daran. Natürlich nicht nur deswegen... Einen Wecker solltet Ihr auch mitnehmen, ich hatte keinen Funkwecker mit, ob die da funktionieren, weiß ich nicht. Auch, wenn es sich absolut albern anhören sollte, nehmt Klebeband mit! Klebeband kann man immer gebrauchen. Wenn der Rucksack kaputt geht beispielsweise, so kann man ihn erstmal flicken. Euer riesiger Sack wird Euer Zuhause sein!!! Also muss man dafür auch sorgen. Oder Duschzeug: Ich hatte mir welches gekauft, das immer aufging beim Reisen. Also habe ich jedesmal beim Wechseln des Hostels einen Streifen tesa drübergeklebt. Und spätestens beim Verpacken des Didjeridoos brauchte ich dann einen Kilometer. Auch kann man eine Wäscheleine draus bauen... Apropos Leine: Wäscheleine tut dann ja nicht mehr Not, aber Nähzeug! Ich hatte einen defekten Kulturbeutel, also habe ich ihn genäht! Überhaupt sollte man eine Notfall - Ausrüstung (Pflaster etc.) mitnehmen, für den Fall, daß man sich ne Blase gelaufen hat o.ä. Dann ist eine Landkarte nützlich, kann man aber auch da erwerben. Ebenso wie einen Reiseführer, hier gibt es lediglich einen, den man wirklich empfehlen kann: Der "Lonely Planet". Es gibt keinen besseren als den. Man kann ihn einmal als Gesamtausgabe kaufen, der ist dann zwar sehr dick, aber es lohnt sich jede Seite! Und dann gibt es für jeden Staat und das Northern Territory sowie für das Outback noch einzeln Ausgaben. Und wo wir gerade bei Büchern sind: alle, die ich traf, und auch ich, haben Tagebuch geschrieben. Kann man da kaufen, einfach einen Schreibblock habe ich genommen.

Das vielleicht wichtigste ist der Schlafsack. Der Schlafsack wird Euer Bett sein und Ihr solltet nicht einmal daran denken, einen billigen zu kaufen, denn im Zelt wird es nachts sehr kalt, zum Beispiel am Uluru! In den Hostels im nördlicheren Teil Australiens bekommt man beim Einchecken meist auch zwei Laken, wovon das eine als Decke genutzt werden soll. Muss man aber nicht. Ich war in keinem Hostel, in dem Schlafsäcke verboten waren. Den Schlafsack bringt Ihr ja wahrscheinlich auch außen am Backpack an, also darf er gar nicht zu klein sein, denn sonst passt er nicht in die Schlaufen.

Dokumente: Internationaler Führerschein ist nicht dumm. Beantragt man hier beim Straßenverkehrsamt, kost ca. 30 DM, kann man gleich mitnehmen. Den nationalen natürlich nicht vergessen. Und falls Ihr Studenten seid: den Internationalen Studentenausweis mitnehmen, bringt selbst in der Ferne Vergünstigungen.

Zelt braucht Ihr nicht. Wenn Ihr es benötigt, kauft es da. Ein Zelt ist viel zu schwer. Und der Preis dort unten ist echt nicht hoch.

Ein flight-bag ist sehr nützlich. Man steckt den Backpack darein für den Flug, damit nichts damit passiert auf den Fließbändern und so. Hört sich albern an, aber einer Mitreisenden ist es passiert, daß sie trotz flight-bag einen fetten Riss in einem Riemen hatte. Die Dinger sind auch nicht teuer und man sollte ruhig in die Sicherheit des Backpack investieren, schließlich ist er Euer künftiges Zuhause!!! Auf der Reise dann, wenn man das flight-bag mitnimmt, ist es recht gut zu verstauen. Die Backpacks haben ja meist noch ein Fach untendrunter und ich habe das flight-bag als zusätzliche Abtrennung benutzt.

Geld! Ein wenig Bargeld kann nie schaden. Trotzdem rate ich dringend zur Kreditkarte, ob Visa- oder Mastercard, ist egal. Falls Ihr mit STEP IN reisen solltet, bekommt Ihr ein Konto. Dazu unten was. Wenn nicht, so könnt Ihr mit einer normalen EC - Karte Geld abheben, ich würde mich aber nicht darauf verlassen. Ich habe da die eine oder andere Panne erlebt... Aber grundsätzlich funktioniert das schon! Und deswegen, wenn ihr noch keine Kreditkarte haben solltet, so bestellt sie mit PIN, denn so habt Ihr die Möglichkeit dort unten Bargeld abzuheben. In manchen Läden kann man erst mit Kreditkarte einkaufen, wenn man ab einem bestimmten Betrag X einkauft. Und Bargeld ist auch gut für Telefone. Also: Bargeld für den Anfang und Kreditkarte.

Für Handyfreaks: Es geht zwar, man kann dort unten mit einem deutschen Mobiltelefon telefonieren, doch ist dies wirklich notwendig? Naja, es geht halt. Doch überall werdet Ihr nicht Empfang haben, und außerdem kann man sich da unten auch ein Teil kaufen, es hat die gleichen Angebote da wie hier auch.

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Bücher

 

Keinesfalls will ich hier den Eindruck erwecken, ich sei eine Leseratte oder was weiß ich was. Ich kann Euch allerdings zu drei Büchern hier was erzählen. Das erste ist, wie gesagt der "Lonely Planet", der beste Reiseführer, der für OZ existiert.

Das zweite ist "Traumpfade" von Bruce Chatwin. Chatwin (1940 - 89) ist einer der bekanntesten und besten Reiseromanautoren. Dieses Buch beschreibt seine Reise durch Australien. Es ist wirklich ein interessantes und spannendes Buch, das gute erste Einblicke in die Kultur der Aborigines liefert. Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, daß es "nur" ein Roman ist. Das heißt, daß Chatwin auf sehr geschickte Art und Weise die Realität mit der Wirklichkeit verbindet. Es gibt durchaus verschiedene Meinungen zu dem Buch, besonders in Australien. Es ist jedoch ein sehr guter "Reiseroman", den man gerne liest. 

Die Autorin Marlo Morgan hat ebenfalls ein Buch über Australien geschrieben und über eine Reise, die ihr mit den Aborigines widerfahren sein soll. Es gab sogar zwei Bücher, das erste ist "Traumfänger". Über dieses kann ich etwas sagen, doch das andere habe ich nicht gelesen. "Traumfänger"  ist ein Roman. Falls es jemand besitzen sollte und vorhat, es zu lesen, so bitte ich den- oder diejenige, es ganz bewusst unter der Rubrik "Roman" zu lesen. Frau Morgan hat in Australien gelebt, wie sie dem Leser mitteilt, und ist von einem Ureinwohnerstamm mitgenommen worden auf eine drei Monate währende Wanderung, einen sogenannten "walkabout". Diese drei Monate schildert die Autorin in Ihrem Roman. Ich habe dieses Buch nach meiner Australienreise gelesen und mir kamen beim ersten Durchlesen schon so manche Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Darstellungen. Nach Beendigung des Buches habe ich mich dann auf die Suche auf Kritiken aus Australien gemacht und habe auch welche gefunden. In OZ wird sehr barsch mit dem Buch umgegangen, sofern es überhaupt bekannt ist.  Es wird bemängelt, daß das Buch rassistische Züge habe. Ferner wirft man ihr vor, daß sie diese Wanderung gar nicht miterlebt habe. Am Ende des Buches steht ein Zitat eines Ureinwohners, dem das Buch zur Lesung gegeben wurde, und der die Richtigkeit der Aussage von Frau Morgan bestätigt. Dieser Ureinwohner soll seine Aussage zurückgezogen haben. 

Meiner Meinung nach hat Frau Morgan eine Botschaft, die sich auf das Leben der Gesellschaft bezieht. Sie ist offenbar der Meinung, daß wir Menschen etwas ändern müssten. Damit mag sie Recht haben und das Buch ist auch gut zu lesen. Jedoch benutzt sie die Aborigines für ihre persönliche Sache, sie mißbraucht sie, und das ist der Punkt, an dem ich keinerlei Verständnis mehr habe. 

Und doch sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden, deswegen habe ich oben den Link zu amazon.de angegeben.

1. Kritik: west.australia

2. Kritik: DUMBARTUNG ABORIGINAL CORPORATION, eine Aboriginevereinigung, die sich intensiv mit dem Buch befasst hat.

 

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HOSTELS

 

 

Ich werde Euch hier keine Liste von Hostels geben, die gut sind, sondern nur etwas generelles sagen. Zum Beispiel über Preise der Hostels, Gesamtzustände, Betten etc. 

Die Preise sind sehr unterschiedlich, im Norden bezahlt man weniger, da da ja auch mehr Backpacker sind, Preise sind sehr weit unten, man bekommt für 14 $ ein Bett in einem "dorm", einem Vierbettzimmer, das übliche Format bei sowas. Im Süden hingegen bezahlt man schon mal so 22 $ pro Nacht. Großstädte wie Sydney sind natürlich nicht die billigsten Wohngegenden, da werden für Backpacker keine Ausnahmen gemacht.  Man kriegt natürlich auch schon für 20 $ eine Bleibe. Im "Lonely Planet" steht alles drin. Für jeden Ort die Hostels mit einer kleinen Bewertung. 

Selbst, wenn ich jetzt hier genau aufschreiben würde, was an Hostel A schlecht war, so könnte ich nicht grundsätzlich ein Hostel schlecht machen, jedes hat seine Vor- und Nachteile.

In Sydney habe ich in zwei verschiedenen Hostels gewohnt. Das erste war das "Coogee Beach Backpackers", zu dem Ihr in meinem Reisebericht weitere Infos findet. Es ist wirklich schön. Nachher habe ich schönere gesehen, aber für Sydney ist es wirklich klasse. Kost´ 20 $, also normaler Sydney - Schnitt. Männliche und weibliche Backpacker leben hier getrennt, was dann nur noch in Melbourne und Canberra der Fall war. Für Gruppen gibt es im CBB leckeres Frühstück. Das gibts auch nicht so oft, ich habe es nur noch einmal erlebt, in Airlie Beach. In Sydney war ich dann noch in Kings Cross in einem Hostel, es hieß "Sydney Central Backpackers". Liegt mehr im Zentrum, ist dementsprechend lauter. Es war wahrscheinlich das einfachste, in dem ich lebte. Die Duschen waren nicht so wirklich herausragend, außerdem zeigten viele Zimmer des vier - fünf Stockwerke hohen Gebäudes raus in einen Innenhof, der mit einer Fläche von vier - sechs m2   ... stark roch. Vorteilhaft fand ich dann aber den Kühlschrank und den Ventilator, der nördlich von Sydney auch zum Standard gehört. Kühlschränke fand ich allerdings nicht so oft vor, schade eigentlich, denn in der Hitze tut das manchmal sehr gut. In Melbourne dafür gab es einen Wasserkocher. Besteck und einen Becher bekommt man in jedem Hostel mit dem Zimmerschlüssel. Ebenso ein Laken und ein Kissen. In den nördlicheren Gebieten bekam ich dann auch immer zwei Laken, meist reicht das auch als Decke nachts. Ich habe trotzdem lieber im Schlafsack geschlafen! 

Wie gesagt, es ist normal, daß man in gemischten Vierbettzimmern schläft. Duschen sind meist in den jeweiligen (getrennten) Toiletten, in Einzelkabinen. 

Einchecken kann man bis abends, die Zeiten sind unterschiedlich, man erfährt dann meist am Telefon, wie das vonstatten geht. Oft kommen die Busse ja erst nachts an. Wenn man schon wohnhaft ist, steht auf den Schlüsseln meist eine Nummer, mit der man dann nachts auch ins Hostel reinkommt, denn die werden irgendwann dicht gemacht. 

Grundsätzlich sollte man einen Tag vorher in einem ausgewählten Hostel anrufen, um sicher zu sein, daß man noch ein Bett bekommt. Die meisten Hostels entlang der Ostküste bieten einen kostenlosen Pick-up Service an. Das ist sehr angenehm, an der Bushaltestelle steht dann ein Van, der so viele Backpacker wie möglich mitnimmt. Die jeweiligen Fahrer halten dann Schilder hoch und teilen auch mit, wenn sie noch Zimmer frei haben. Ich hatte auch schon das ein oder andere Hostel in einem sogenannten "BTC", einem "Backpackers Travel Centre", gebucht. Das sind über NSW, QL und VIC verteilte Läden, wo man Reisen und Hostels und alles buchen kann und die einem in fast allen Belangen weiterhelfen. Dort habe ich in der Imperial Arcade in Sydney eine sehr sehr lange Reise gebucht und sehr sehr viel Geld ausgegeben.

Gezahlt habe ich immer mit Kreditkarte. Man muss immer ein "Keydeposit" bezahlen, das so ca. 5 - 10$ beträgt, man bekommt es nach dem Auschecken wieder. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, einen Tag zu verlängern, wenn man gerne bleiben möchte, man muss dann eine bestimmte Frist einhalten, die wird Euch beim Einchecken mitgeteilt.

Die meisten Hostels buchen Euch auch "for free" Touren, wenn Ihr wollt. Auch haben viele

 

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INTERNETZUGANG

 

 

da muss man aber vorsichtig sein. Es gibt diese schönen Internetmachines, wo man für 10 Minuten 2 $ reinwirft, das ist ein relativ teuerer Kurs. Wenn man einen bisschen die Augen offen hält, findet man immer einen billigen Internetladen. Wie auch bei den Hostels gilt hier: in Großstädten bekommt man nichts nachgeschmissen! In Sydney war ich das erste Mal für 1,10 $ /10min im Netz. Ist auch schon teuer, in anderen Orten weiter oben kommt man schon für 3 $ rein. Das war glaube ich das Billigste. Das Teuerste war in Canberra: 10 $ für 1 Stunde!!! Dabei war das schon herabgesetzt, 15 Minuten kosteten 3 $... Wenn man nicht aufpasst, kann es also sehr teuer werden. In vielen Städten sah ich den Laden "Global Gossip" (globaler Tratsch), eine Internetladen - Kette. Nur, weil sie gut aussah, war sie aber deswegen noch nicht billig. 

Also gilt hier: Augen auf, Angebote merken und wahrnehmen!

 

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BUSREISEN

 

Da ich wirklich mehrere 1000 km mit dem Bus zurückgelegt habe und mich ausschließlich mit Hilfe dieser Transportmittel fortbewegt habe, kann ich Euch, so glaube ich, eine ganze Menge hierüber erzählen. 

Ein Toyota-Kleinbus McCafferty´s Ein Landseer-Bus

 

In der Mitte seht Ihr einen typischen Bus, wie sie zu Hunderten durch OZ kreuzen. Ich habe deswegen einen "McCafferty´s" ausgewählt, da ich nicht mit Greyhound gereist bin. Die beiden Firmen sind die wohl größten, fahren zu fast gleichen Zeiten zu den selben Orten. Oft gibt es Angebote, die man dann auch wahrnehmen sollte, also nicht einfach ´nen Ticket nach Irgendwo lösen ohne vorher einen kleinen Preisvergleich durchgeführt zu haben. McCafferty´s hatte folgendes tolle Angebot: sie fuhren von Sydney nach Cairns für 192$. 2882 km für nur ca. 260 DM, das ist doch schon mal etwas, nicht wahr?! Das Besondere an dem Ticket war, daß man an unendlich vielen Orten aussteigen konnte. Theoretisch hätte ich also überall, wo der Bus anhielt, aussteigen können und den nächsten Bus zur Weiterfahrt nehmen können. Ein Ticket hat ca.24 Abschnitte, auf die man dann selber die Orte einträgt, an denen man halten möchte. Die Gültigkeit des Tickets von Sydney nach Cairns betrug 4 Wochen. Für aktuelle Angebote am Besten bei www.mccaffertys.com.au reinschauen, da gibts alle Infos!!! Unter der Rubrik "Passes" findet Ihr eine Liste aller Reisepässe, die McCafferty´s anbietet. Wenn da jetzt keine Preise stehen - no worries, in allen BTCs unten bekommt Ihr die. Und, wie gesagt, so ca. 200 $ von Sydney nach Cairns ("Follow the sun") . Wenn Ihr bei www.greyhound.com.au schaut, seht Ihr die Ähnlichkeit der Unternehmen... Ich meine, die hätten sich auch irgendwie gegenseitig gekauft, aber egal. 

Die Fahrt von Sydney nach Byron Bay dauerte ungefähr 12 Stunden, damit muss man in OZ natürlich immer rechnen. Deswegen reist also bei Nacht, denn so spart Ihr Übernachtungskosten! Und in den Bussen kann man im Normalfall schon schlafen. Die Landschaft da oben zwischen Byron Bay und Cairns ist auch nicht soo fantastisch, aber wenn euch Zuckerrohrfelder interessieren, wer weiß? Wenn Ihr Landschaft sehen wollt, dann mietet oder kauft Euch ein Auto, dann lernt man natürlich nicht so viele Leute kennen! Im Bus habt Ihr immer die Möglichkeit zum Gespräch!

Das Bild links ist auf dem Oodnadatta - Track aufgenommen. Es zeigt einen Bus der Reisegesellschaft "Wayward Bus", einen Toyota-van. Von diesen sieht man auch eine Menge, gerade im Centre. Der van hat einen ziemlich starken Motor und bietet selbst bei voll (ca. 20 Pers.) besetzten Wagen mit Anhänger noch eine zügige und der Geschwindigkeitsbegrenzung angemessene Reisegeschwindigkeit. Wayward: Eine klasse Truppe! Sie bieten Reisen durch NT, SA und VIC an. Es sind bis zu 8 Tage lange Reisen mit Abenteuercharakter. Man bezahlt einen all-inclusive Preis und hilft dann während der ganzen Tour mit. Ich hab zwei Touren mit Wayward gemacht und bin immer noch total begeistert! Die erste war die "Face the outback" - Tour (730 $), das Aushängeschild von Wayward. 8 Tage von Alice Springs nach Adelaide, eine wirklich tolle Route. Nicht die ganze Zeit auf dem Stuart Highway von Alice nach Adelaide, in Coober Pedy biegt man ab nach Osten nach Oodnadatta um dann bei William Creek auf den Oodnadatta - Track einzubiegen. Dieser ist eine der berühmten Outbackpisten und bietet nicht gerade Fahrkomfort, dafür aber Australien. Die guys von Wayward geben sich wirklich Mühe, den Kunden möglichst viel zu bieten. Das fängt schon an bei den Fahrern. Unser Fahrer war Rob, man merkte richtig, daß er ein Typ ist, der sich in der Stadt nicht wohl fühlt. Er hat auch immer draußen in seinem swag geschlafen, selbst wenn wir, wie in Coober Pedy, die Möglichkeit hatten, in einem bunkhouse zu schlafen. Mehr zu dem trip erfahrt Ihr in dem Reisebericht. Und zu Wayward generell natürlich auf deren Homepage www.waywardbus.com.au. Sehr zu empfehlen diese Buscompany. 

Die zweite Tour mit Wayward machte ich dann von Adelaide nach Melbourne, die "Classic Coast" - Tour. Ebenfalls zu empfehlen, allein schon der Great Ocean Road wegen. Diese Straße erstreckt sich von Warrnambool am westlichen Ende der Straße bis ans östliche, Torquay. Und es nicht übertrieben, denn die Straße verläuft wirklich auf nächster Tuchfühlung mit dem Ozean. Für einen Teilabschnitt von 50 km wurden 15 Jahre Bauzeit benötigt! Auf dieser Tour muss man das Diner selbst bezahlen, doch alle anderen Mahlzeiten etc. sind im Preis von 265$ enthalten. Die Preise mögen sich hoch anhören, doch es wird einem wirklich viel geboten. 

Wayward bietet auch eine Tour über Kangaroo Island an. 

Die Waywardtouren sind oft schon lange im Voraus ausgebucht (trotzdem hatte ich Glück: WINTER!!! und hatte immer überschaubare Gruppen), deswegen sollte man sich frühzeitig entscheiden und buchen. Die BTCs helfen auch hier weiter. 

Eine weitere Company, die auch durchs Outback kurvt, ist "Wayoutback Desert Safaris". Ich bin zwar nicht mit denen gereist, habe aber darüber gehört, daß die noch outbackiger sein sollen. Man ist wohl so richtig vom Massentourismus um Uluru und Kata Tjuta abgeschottet. Ich verweise Euch direkt zu deren homepage www.wayoutback.com.au, denn da ich nicht teilgenommen habe, möchte ich kein Urteil abgeben. Der Preis für eine 3-Tage Safari liegt bei 330$ + Park entry, also 16,50$. 

Das Bild rechts zeigt nochmal einen der typischen Landseer - Busse, wie sie auch McCafferty´s und alle benutzen. Dieser spezielle ist auf der Tour von Cairns nach Alice fotografiert worden, einer der zwei Desert Venturer - Busse. Unserer war 14 Jahre alt und hatte 1.000.000 km gelaufen! Bis dorthin hat er auch wohl nie Pannen gehabt, doch mitten in der Wüste riss plötzlich der Keilriemen und irgendwann in extremster Hitze versagte die Klimaanlage... such is life! Die Tour war trotzdem schön. Man fährt innerhalb dreier Tage von Cairns nach Alice und lernt auf diese Weise mal das Inland von Queensland kennen. Die meisten sehen ja lediglich die Küste QLs. Natürlich  kann man nicht so viel bieten wie Wayward, wenn man eine Strecke von ca. 2200 km innerhalb dreier Tage zurücklegen will. Das heißt aber nicht, daß es keine schöne Tour ist! Es ist halt so, daß man die meiste Zeit im Bus verbringt. Normal! Schaut rein bei www.desertventurer.com.au und werdet schlau. Auf dieser Tour beispielsweise werdet Ihr den größten Ameisenhügel der Welt sehen!!!

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Preis für die Tour: 198 $ + 50 $ "meal kitty". Deswegen extra weil man dem Fahrer zu Beginn der Fahrt 50 $ gibt, wovon er dann Essen und so kauft. "Essen" bedeutet auf solchen Reisen eigentlich immer Sandwiches. Es werden dann alle möglichen Pötte mit Zutaten wie Käse, Salat, Schinken etc. hingestellt und man bedient sich dann. Natürlich helfen alle beim Auf- und Abbauen. 

Ich hoffe, Ihr konntet einen kleinen Einblick in die Welt der Busreisen bekommen. Wenn noch Fragen offen sind: ich bin für Euch da. Mailen!!!

Wenn Ihr vorhaben solltet, Euch ein Auto zu kaufen oder mieten, oder wenn Ihr mehr für Inlandsflüge seid, so sei Euch folgendes geraten: Inlandsflüge sind nicht gerade billig. Ein Flug von Sydney nach Cairns beispielsweise kostet 619 $ (lastminute.com Australia!!!), da ist es egal, ob man Qantas oder Ansett Australia fliegt. Lange Zeit gab es überhaupt nur Qantas (Queensland And Northern Territory Aerial Services), doch seit einiger Zeit gibt es auch andere Fluggesellschaften, das frischt den Wettbewerb ein wenig auf. Billiger als Busreisen sind die Flüge dennoch nicht. Bei Autokäufen gilt das Selbe wie in Deutschland auch, lasst Euch nicht übers Ohr hauen. Aber Ihr packt das schon! Und dann steht hier noch was.

 

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JOBS

Für diejenigen unter Euch, die ein Working-Holiday-Visum haben.

Ein Working Visum ist schon klasse! 12 Monate Aufenthalt, man kann echt was sehen vom Land. Denn selbstverständlich seid Ihr nicht zum Arbeiten verpflichtet!

Was kann man denn so für Jobs machen? Theoretisch grob gesagt erstmal alles. Genial ist es, wenn man schon eine Ausbildung hat wie Tischler oder Schreiner oder sowas, denn dann hat man die besten Voraussetzungen, einen guten Job zu bekommen, der auch Spaß macht. Auf Kangaroo Island bauten sie gerade eine Siedlung aus Holzhäusern, also gibt es wahrscheinlich schon etwas zu tun. 

Seid Euch aber im Klaren darüber, daß Ihr natürlich die Jobs nicht nachgeschmissen bekommt, man muss sich schon kümmern. Eigeninitiative!!! Wenn Ihr damit keine Probleme habt und auch nicht allzu wählerisch seid, dann solltet Ihr auch was finden. 

Sehr beliebt sind die Jobs als Erntehelfer. Die kann man auch entlang der Ostküste machen, ich sage das deshalb, da ja die meisten unbedingt erst nach Norden wollen. Man kann als Erntehelfer jegliche Form von Früchten aufheben oder pflücken. Das ist doch schon mal etwas, nicht wahr? Natürlich gibt es da Zeiten, in denen weniger Helfer benötigt werden. Denn Kirschen oder Mandarinen wollen nicht dann gepflückt werden, wenn sie noch gar nicht reif sind. Aber man find schon was. In Hostels hängen oft Zettel rum. Da ich mit i.e.p. bzw. step-in unterwegs war, hatte ich sowieso keine Probleme, denn ich hätte jederzeit fragen können, wo es was gibt. Die beste Möglichkeit, einen Job zu finden, ist, sich mit anderen Backpackern zu unterhalten, die man in Hostels trifft. Die können einem dann helfen. Und dieses ist auch die beste Möglichkeit, alles Aktuelle über Jobs und Bezahlungen zu erfahren. Im Jahr 2000 war ich auf einer Info - Veranstaltung in Köln, wo eine Holländerin erzählte, daß sie 25 cent pro vollgesammelten Korb bekam. Sie war auch eine Erntehelferin, "fruitpicking". 

In Cairns traf ich Holländer, die wuschen in einer KFZ - Werkstatt oder so Autos. Andere halfen in der Küche abwaschen und konnten dafür umsonst wohnen. Eine Israelin verteilte Flyer, wusch ab und machte sogar noch irgendwas. In Cairns war sie angekommen mit drei $, der Beweis dafür, daß man auch ohne Geld überleben kann. Übernachten konnte sie im Hostel gegen das Abwaschen und dann verteilte sie noch die Flyer und konnte so wieder etwas verdienen. Solch extremer finanzieller Zustand ist allerdings selten und man muss es ja nicht so weit kommen lassen. Man kommt sowieso nur mit einer bestimmten Summe nach Australien rein, die auch nicht gering ist, und die muss man ja nicht komplett runterkommen lassen. Dafür kann man ja mit dem Working-Visum arbeiten!

Solche Jobs wie Kellner o.ä. findet man genau wie in Deutschland auch. Und das solltet Ihr ja wissen.

Ein weiterer Mitreisender wurde Müllmann o.ä. in Sydney. Vorher hat er auch alle möglichen Früchte aufgehoben. Ein Weiterer arbeitete in irgendeinem Parkhaus als so eine Art Wächter. Es gibt also die unterschiedlichsten Dinge zum Tun.

Falls Ihr Euch für WWOOF interessieren sollte, dann wisst Ihr ja, wo Ihr klicken könnt.

 

Generell gilt: man findet schon was und sollte nicht alles versuchen, aus Deutschland im Kopf zu planen, denn Ihr macht es sowieso wieder alles anders. Seid Ihr erstmal unten, wollt Ihr auch was sehen vom Land und nicht sofort arbeiten. Zuerst ein wenig reisen, um das Land und die Mentalität der Aussies kennzulernen und dann ein wenig arbeiten. Und so weiter, 12 Monate lang. Kürzer ist albern, ich war auch albern...

 

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DER FLUG

 

Alle Fluggesellschaften werden Euch sagen, daß Ihr zwei Gepäckstücke mitnehmen dürft. Ein großes wie einen Backpack oder Koffer und ein kleines wie einen Rucksack etc. (Handgepäck). Der große Backpack sollte so ca. 20kg wiegen (mehr ist auch überhaupt nicht sinnvoll), auf dem Rückflug sieht das etwas anders aus, denn man hat ja vorher gewöhnlich keine Waage und meiner beispielsweise wog so 24kg oder so. Keiner sagt da was. Manche hatten sogar über 30kg (wie man das macht, ist mir schleierhaft!!!), da hat Qantas nichts gesagt. Kommt aber darauf an, wie voll das Flugzeug ist. Manchmal sagen sie auch schon bei 22kg was... Man kann es halt nie genau wissen! 

Didjeridoos oder ähnliches wie Gitarren etc. müssen gesondert abgegeben werden, Ihr werdet dann dorthin geleitet. Packt die Didjes ja gut ein!!! Die gehen damit nicht um wie mit extrem wertvollen Gegenständen! Schön dick verpacken, in Post-offices in Flughäfen kann man dieses Plastikfolienkrams mit den Bläschen kaufen, ist ziemlich billig und sehr wirkungsvoll. Wenn Ihr selbstgebaute Didjes habt und Ihr die kitten musstet, passt besonders auf. Mein Flicken ist nämlich wieder rausgedrückt worden...

 

Dann ist es so, daß man sehr wenig Platz im Flugzeug hat und fast die Krise bekommen wird. Der Flug nach Australien ist zweigeteilt, je zehn Stunden. Das ist eine verdammt lange Zeit! Die Filme, die gezeigt werden, sind nicht immer verlässlich gut, also nehmt Euch Bücher mit, die Ihr nach dem Flug dann wegschmeissen könnt, denn die werden dann auch zum unnötigen Ballast. Oder Discman. Man darf Discmen benutzen, jedoch nicht beim Start- oder Landevorgang. Am Besten allerdings wird es sein, wenn Ihr versucht, so viel wie möglich zu schlafen, denn dann geht die Zeit am schnellsten rum!

 

Ist es sinnvoll, am Fenster zu sitzen? Jein. Man kann zwar rausgucken, aber das geht auch nicht immer, außerdem ist es am Fenster natürlich sehr eng. Meist ist sowieso Nacht. Und dann kann man draußen nicht wirklich was sehen! Trotz alledem empfand ich es als relativ angenehm, am Fenster zu sitzen auf dem Flug von Bangkok nach Sydney, denn der Landeanflug ist schon beeindruckend! Gerade auf Sydney...

 

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WORK&TRAVEL

 

Work&Travel, was bedeutet das eigentlich? Es handelt sich hierbei um die Programmbezeichnung des Bonner STEP IN e.V., eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Jugendlichen einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. STEP IN bietet neben Au Pair und High School Aufenthalten auch Work&Travel an. Dahinter steckt, wie bereits gesagt, das WHV, das "Working Holiday Visum", ein Visum von 12 Monaten Gültigkeit. Der Trick bei diesem Visum ist, daß man neben der Aufenthaltsgenehmigung auch gleich noch die Arbeitserlaubins bekommt. Als Reisender zwischen 18 und 30 Jahren also kann man sich die Reisekasse prima mit Jobs aufbessern. Die maximale Arbeitsdauer bei einem Arbeitgeber ist drei Monate, man kann das aber natürlich auch kürzer halten. Ich find´ das total klasse, so kann man beispielsweise in Cairns arbeiten und sich von dem Geld einen Tauchkurs oder dergleichen finanzieren! 

STEP IN hilft Euch bei allen Dingen, die wir Reisende als nervige Bürokratie empfinden würden, sie unterstützen Euch bei der Visumsbeantragung (es ist echt nicht so einfach, man muss alle möglichen Dinge dafür tun...), Ihr müsst Euch nicht ums Ticket kümmern, könnt sogar auch noch kurz nach Neuseeland rüberhoppen... Dann hat STEP IN Partnerorganisationen in OZ, wie z.B. IEP (International Exchange Programs), wodurch Ihr nie das Gefühl habt, alleine auf dem fünften Kontinent zu sein. Ihr werdet vom Flughafen abgeholt, bekommt eine Orientierungsveranstaltung zum Leben in OZ etc., dann bekommt Ihr von STEP IN ein Bankkonto und eine Telefonkarte, die Mitgliedschaft bei den VIP Backpackers und bei WWOOF...

TelefonkarteKlicken für Rückseite

VIP Backpacker

Wenn man das erste Mal nach Australien reist ist STEP IN also eine wirklich gute und hilfreiche Unterstützung. Ein sehr angenehmes Ding ist auf jeden Fall die Telefonkarte. Diese Karte ist zu Anfang geladen mit 5$, man bewirft dann die Telefonzelle mit Ortstarif, gibt seine PIN ein "followed by #" und wählt dann seine Nummer, "followed by #". Oder man wirft kein Ortsgeld ein (ich glaube, das waren 40 cent) sondern ruft eine 1800 tollfree Nummer an, die kann man aber nicht von überall her erreichen. Anrufe nach Deutschland sind so relativ, nein, sehr sehr billig. Der Betrag wird dann vom Discount abgezogen. Aufladen kann man die Karte in Postoffices oder bequem über Telefon mit Kreditkarte.

Wir bekamen auch eine Reihe interessanter Infos zum Leben in Australien, zum Beispiel das Motto "no worries" etc. Natürlich ist so auch die Möglichkeit gegeben, schon an diesem Tag viele Leute kennenzulernen.

IEP ist eine wirklich seriöse Organisation. Und wenn man im Hinterkopf hat, daß man sich immer noch dort melden kann, wenn man keinen Job findet, so ist das doch relativ beruhigend. Australien ist verdammt riesig und es kommt vor, daß man sich manchmal ziemlich alleine fühlen kann!!!

Mein persönliches Fazit zu "Work Australia": es ist eine geniale Sache, die man auf jeden Fall wahrnehmen sollte. Man kann eine Menge Erfahrungen sammeln und lernt sich selber gut kennen. Australien ist ein großes, faszinierendes Land, das zu erkunden wirklich Spaß macht. Die Aussies sind ein ausgesprochen nettes und gastfreundliches Volk. Man muss sich anstecken lassen von der "no worries" - Einstellung und dann gibt es wirklich weniger Probleme!!! Man ist umgeben von Gleichgesinnten, man hilft sich gegenseitig, es ist in jedem Fall eine Erfahrung wert! Denkt nicht lange nach: "Nicht denken - schenken!!!"

 

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