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Willing workers on organic farms
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"WWOOF Australia" ist eine Vereinigung von ca. 1.400 australischen Farmern oder Menschen, die einfach Hilfe im Haus und Garten gebrauchen können und ihre Adressen und Telefonnummern im sogenannten "WWOOF - Buch" abdrucken lassen. Als Reisender der Organisation step-in seid Ihr bereits Mitglied bei WWOOF. Das bedeutet, daß ihr das Ihr das Buch erhaltet und nun Farmer anrufen könnt. Falls nicht, so könnt Ihr bei www.wwoof.com.au reinschauen oder auch in Australien die Mitgliedschaft erwerben. Der Beitrag liegt bei 45$, für zwei Personen bei 50$. Er enthält neben dem Buch auch eine Versicherung, deren Spezifikationen Ihr am Besten der WWOOF-Website entnehmt. Ihr könnt der Seite auch Adressen für den Erwerb entnehmen. Prinzip Das Prinzip ist kultureller Austausch. Das Leben in australischen Familien erleben und miterleben. Die junge australische Kultur soll den Jugendlichen näher gebracht werden. WWOOFing basiert auf Kost & Logis; d.h. daß die WWOOFer nicht für Geld arbeiten. Sie leben in den Familien und arbeiten mit den Gastgebern, Hosts. Als WWOOFer ist man ein Familienmitglied. Die Gastgeber sind die verschiedensten Menschen, Farmer, Rentner, die sich ein neues Haus bauen, Alleinstehende, die ein wenig Hilfe brauchen können und auf diese Weise immer neue Dinge aus aller Welt erfahren. Im WWOOF - Buch steht zu jedem Host ein kurzer Bericht. Aus ihm kann man entnehmen, was für ein Host das wohl sein könnte und was für Arbeit einen erwartet. Man ruft dann an und fragt, ob man helfen kann, oft geht es auch kurzfristig. Zumindestens, als ich in OZ war, das war im Winter. Man geht selbstverständlich immer ein gewisses Risiko ein, denn man muss versuchen, den etwaigen Host nur aufgrund des kleinen Berichtes und des Telefonates zu charakterisieren. Die Leute, die ich anrief, waren alle sehr sympathisch am Telefon. Es rät sich, den Bericht ruhig das ein oder andere Mal durchzulesen, man kann erstaunlich viele Informationen herausholen! Wenn ein Host laut Landkarte in der Wildnis wohnt und keine e-mail Adresse angegeben hat, dann ist es wahrscheinlich ein etwas konservativerer Typ. Im Buch stand sogar jemand, der sagte von vorneherein, daß WWOOFer nicht telefonieren dürften. Das kommt daher, daß manche WWOOFer sich einfach zu wohl fühlen und dann einfach nach Haus telefonieren. Das ist natürlich nicht der Sinn der Sache. Für mich war es zum Beispiel selbstverständlich, daß ich frug, bevor ich meine e-mails checkte obwohl ich dann immer zu hören bekam, daß ich nicht fragen brauchte.
WWOOFing ist eine klasse Einrichtung, durch die ich viel gelernt habe über den Menschen und die Kultur Australiens. Ich war dreimal WWOOFer, habe gar nicht für Geld gearbeitet. Und ich bereue es nicht. Ich hielt es für sinnvoller, Kultur auf diese Weise kennenzulernen als beim Früchteaufheben mit anderen Ausländern. Ist bestimmt auch klasse, jedoch ist das Leben in einer einheimischen Familie doch etwas, was man sich nicht entgehen lassen sollte.
Es sind vier bis sechs Stunden für den WWOOFer vorgesehen. Manche machen das, manche sagen nach drei Stunden bereits, daß man genug getan hat. Einmal sollte ich einen Pfad unterhalb eines Hauses jäten, ich arbeitete nicht besonders schnell, doch die Hosts waren begeistert und so hatte ich den Nachmittag frei. Das war auf Kangaroo Island, die kennen das Wort Stress oder Eile eh nicht. Ansonsten gibt es die verschiedensten Formen von Arbeit. Normale Hausarbeit, Gartenarbeit, wie das Jäten oder Rasenmähen.
In Keith, südwestlich von Adelaide, habe ich auch mal was ganz anderes machen dürfen. Einerseits mussten wir einen drei Kilometer langen Zaun bauen und andererseits wollten 175 Lämmchen "getailt" und "desexed" werden. Dazu wurden sie auf ein Karussell gesetzt, auf den Rücken und die Beine in Halterungen. Dann haben wir mit Hilfe einer speziellen Zange kleine Gummiringe geweitet und über Schwanz und Hodensack gespannt. Durch die mangelnde Durchblutung fallen besagte Körperteile dann irgendwann ab. Diese Methode mag sich hart anhören, doch der Normalfall ist wohl, daß der Schwanz und die Hoden abgeschnitten werden. Gemacht werden muss es, da sich durch den Dung Verkrustungen am Schwanz bilden, die dann Fliegen und anderes Ungeziefer anziehen. Doch auch mit Gummiringen war das keine leichte Arbeit, denn die Lämmchen waren teilweise echt schwer und es ist auch nicht so leicht, sie zu fangen. Schafe treiben an sich ist gar nicht so leicht! Und teilweise kommt man sich schon ein wenig verarscht vor, wenn man es nicht hinkriegt, eine Herde durch ein offenes Tor zu treiben, weil die einfach nicht wollen!!! Das Zaunbauen dagegen ist etwas völlig anderes gewesen, man kann es schwer vergleichen. Es hat schon Spaß gemacht, mit dem Motorrad raus auf die weiden zu fahren um zum Arbeitsplatz zu gelangen... Ich habe mich auch mal verfahren, denn das Haus konnte ich nicht mehr sehen und dann war alles grün! Einfach grün. Dann baute ich in Keith noch ein "Henshed", einen Sportzweisitzer für Hühner. Er wurde von den Hühnern angenommen und wird auch noch immer benutzt. Den detaillierten Bericht meines Aufenthalts in Keith könnt Ihr hier lesen. Die passenden Bilder gibt´s in der Bildergalerie SA!
Auf Kangaroo Island musste ich Rasenmähen. Und zwar hatte ein älteres Ehepaar ein Flugfeld hinterm Haus auf einer Anhöhe über American River. Dieses Flugfeld war eine riesenhafte Wiese, auf der ungefähr im Dreieck Bahnen mit alten Autoreifen abgelegt waren, eine Bahn immer zwei parallele Autoreifen - Streifen. Diese Bahnen werden "airstrips" genannt. Meine Aufgabe war es nun, die Reifen beiseite zu rollen, dann jeweils drei Bahnen zu mähen, die Reifen wieder zurückzulegen und dann dieselben noch mit weißer Farbe anzustreichen. Seid Ihr schonmal auf einer nicht enden wollenden Wiese einfach nur geradeaus gefahren? Das mag sich leicht anhören, doch es ist gar nicht so einfach, immer macht man irgendwelche Kurven... Doch im Großen und Ganzen habe ich das ganz gut hinbekommen. Zwischendurch sprang mal der Keilriemen ab, oder der Tank des Aufsitzmähers war leer, weswegen ich einen nicht zu kurzen Fußmarsch machen durfte.Aber es hat Spaß gemacht. Nicht so sehr das Anstreichen der Reifen, denn ich hatte am Abend zuvor versucht, meine Bestmarke im Rotweintrinken zu knacken, weswegen ich immer, wenn ich aus meiner gebückten Haltung zurückkehrte, einen nicht zu geringen Kopfschmerz verspürte!
Meine zweite Gastfamilie entpuppte sich als das Paradies. Mike und Cherry sind einfach klasse gewesen!!! Meine Arbeit war am ersten Tag eigentlich gar nichts, denn irgendwie kam ich an dem Tag an und so musste ich nichts tun. Am nächsten Tag verbrannten Mike und ich ein paar Dinge, Unkraut. Ja, und dann jätete ich den oben abgebildeten Pfad, eine sehr angenehme Geschichte, denn er verläuft zwischen Haus und Meer, ich hatte also während meiner Arbeit einen wunderbaren Blick aufs Meer! Ich hatte die wohl schönste Zeit meines Lebens auf KI!
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